bullshit

12:23

obwohl ich eigentlich nicht gerne mit menschen rede, gibt es hotlines, bei denen ich wirklich, wirklich gerne anrufe. weil es jedes mal nett ist. die vom nd ist so eine. kurz bevor ich in den urlaub fuhr, fiel mir nämlich ein, dass da ja noch ein zei­tungs­abo ist, mit dem ich im urlaub wenig anfangen könnte. also rief ich an.

es gäbe mehrere optionen. zum beispiel könnte ich das abo einfach pausieren und bekäme dann selbst­ver­ständ­lich das geld zurück. oder ich spende mein abo in der zeit einfach. oder ich bekomme statt der ana­log­ver­si­on einfach die digitale ausgabe. das klang gut, weiterlesen

taxi fahren

ich fahre selten taxi, sondern meistens öpnv oder mit dem rad. aber mal vom ikea nach hause. oder mal um eine beziehung zu retten. oder halt mit unmengen gepäck von und zum bahnhof.

heute war auf jeden fall so ein tag. ich rief bei der ta­xi­zen­tra­le an, die bei google ganz oben auftauchte, weil ich keine app nutzen wollte. das taxi stünde in fünf minuten vor meiner tür und natürlich kann ich mit karte zahlen, vielen dank, der herr, schönes wochenende, auf wie­der­hö­ren. fünf minuten später kam eine sms, dass das taxi in drei minuten an meinem standort wäre. es kam weiterlesen

12:35

If I entered a room and found a sofa covered with your hide I'd score very high on the Voigt-Kampff test.

— aus: Philip K. Dick, Do Androids Dream of Electric Sheep?

22:33

Der Kul­tur­ba­nau­se war in der Oper. Und das kam so: Vor rund einer Woche ging ich abends spazieren. Ich spazierte an einem Plakat vorbei, das auf eine Po­di­ums­dis­kus­si­on mit dem klang­vol­len Namen „Ka­pi­ta­lis­mus für immer?“ hinwies. Unabhängig davon, dass die Antwort bereits ein Meme ist, ging ich einen Abend später zu besagter Po­di­ums­dis­kus­si­on mit klang­vol­lem Namen.

Auf dem Podium dis­ku­tier­te man krank­heits­be­dingt in ver­än­der­ter Runde trotzdem gut und wir stritten uns hinterher auf der Terasse — es gab Wasser und Wein und Finger Food, das aber keine Finger enthielt. Ich dis­ku­tier­te mit einem älteren Mann, der bei der Oper in leitender weiterlesen

Re: betriebsbesetzungen und arbeiten in selbstverwaltung

Weih­nach­ten hat sich dieses letztes Jahr so richtig gelohnt, also auch aus einer Ge­schen­ke­per­spek­ti­ve. Mitte Ende (oder Ende Mitte?) November las ich in der mo­nat­li­chen OXI-Beilage im nd einen Artikel über ein Buch mit dem schönen Untertitel „be­triebs­be­set­zun­gen und arbeiten in selbst­ver­wal­tun­g“ von Dario Azzellini. Mein Interesse war geweckt und meine Erwartung an den Weih­nachts­du­de der Wunsch nach diesem Buch kom­mu­ni­ziert. Dann passierte vier Wochen nichts, dann kam das Päckchen und dann fing ich an zu lesen (und ge­le­gent­lich auf Twitter zu pöbeln). Noch habe ich das Buch nicht ganz durch­ge­le­sen, aber ich habe das Bedürfnis, erste, halb­fer­ti­ge Gedanken und weiterlesen

Das ist halt so.

Dieses Jahr habe ich den einen oder anderen Abend im Dezember damit verbracht, Va­nil­le­kip­ferl zu backen und sie an Freun­d*in­nen und Fa­mi­li­en­mit­glie­der zu ver­schi­cken. Die Päckchen sind mitt­ler­wei­le alle angekommen und die Reaktionen reichen von „Das ist nicht fancy geil, aber bo­den­stän­dig geil, aber geil!“ über „Vielen Dank für die leckeren Plätzchen 🎄“ bis zu einem „Die sind sen­sa­tio­nell gut!“.

Ob das Feedback nur deshalb nur so gut ist, weil die Leute Kipferl von mir bekommen haben? Wir werden es wohl nie erfahren und es ist mir eigentlich auch egal, weil jede Person, die sich beschwert, wird halt nächstes Jahr nicht weiterlesen

Guardians of the Galaxy

Ich bin gestern ein bisschen schwach geworden — aus Gründen habe ich gerade nicht sonderlich viel Kraft, da fällt mir das leicht — und habe mir mit „Guardians of the Galaxy“ ein neues Spiel für die Play­sta­ti­on gekauft. Heute morgen kam ich dann zum ersten Mal dazu, die Disc einzulegen und das Spiel zu starten. Und dann war eigentlich auch schon jetzt und ich habe mir nichts, dir nichts ein paar Stunden in dem Spiel versenkt.

Auch wenn ich re­gel­mäs­sig abkacke und als Peter „Star-Lord“ Quill im Kampf gegen ir­gend­wel­che Monster heldenhaft mein Leben lasse oder schlicht irgendwo run­ter­fal­le: Es ist weiterlesen

Re: Ein Haus mit 200 Geschäftsführern

Einmal im Monat liegt dem nd am Wochenende eine Ausgabe von OXI bei. Diese Mo­nats­zei­tung mit dem Untertitel „Wirt­schaft anders denken“ hat in der aktuellen Ausgabe den Schwer­punkt „Gemeinsam machen“ — es geht auch um Ge­nos­sen­schaf­ten und Corinna Meisenbach schreibt aus recht aktuellem Anlass über Ge­nos­sen­schaf­ten bei linken Zeitungen. Wichtiger Be­stand­teil — und Zielgruppe — solcher linken Zei­tungs­ban­den:

Eine treue Leser:in­nen­schaft, der eine Ge­gen­öf­fent­lich­keit wichtig ist ist, um über Themen, Probleme oder soziale Gruppen, die sonst untergehen, zu berichten.

Und so druckte das nd am Wochenende ein Interview mit Sabine Manka, Chefärztin am Kran­ken­haus Spremberg. Das Besondere am Kran­ken­haus Spremberg ist, dass weiterlesen

Kapitalismus? Nein, danke.

In der aktuellen brandeins feiern die Zeit­schrift und der Wirt­schafts­his­to­ri­ker Werner Plumpe den Ka­pi­ta­lis­mus ziemlich ab. Plumpe sagt im Interview unter anderem:

Markt­in­te­gra­ti­on macht es möglich, dass ich meine Ar­beits­kraft verkaufe und damit Zugang zu den Ressourcen bekomme, die ich für mein Leben brauche. Das bedeutet eine un­glaub­li­che Befreiung. — Quelle: brandeins, Schwer­punkt Ka­pi­ta­lis­mus, S. 48.

Meine Zeit, meine Ar­beits­kraft verkaufen zu müssen, damit ich mir ein Dach über dem Kopf und Essen leisten kann, empfinde ich jetzt nicht unbedingt als un­glaub­li­che Befreiung, sondern eher als Zwang. Deshalb will ich auch keinen grünen Ka­pi­ta­lis­mus. Ich will gar keinen Ka­pi­ta­lis­mus. Weil „der Markt“ weiterlesen

Youtube auf dem iPad, aber in weniger nervig

Ach Youtube. Ich mag dich ja eigentlich. Du hast mir Neues bei­ge­bracht und mich oft genug un­ter­hal­ten — manchmal auch beides. Aber in den letzten Jahren kam einfach immer mehr Werbung rein. Werbung zwi­schen­drin, Werbung am Anfang, Werbung, die ich nicht über­sprin­gen kann, Werbung, Werbung, Werbung. Geh mir nich auf'n Keks.

Dazu kam, dass man dich auf dem iPad eigentlich nur mit der App benutzen kann. In In-App-Browser-Fenstern kannst du kein Fullscreen, aber naja, in der App gibt's halt einfach so unendlich viel Werbung. Auf dem Laptop ist das dank Wer­be­blo­cker nie so wirklich auf­ge­fal­len, aber ich will ja auch unterwegs weiterlesen

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