bullshit

Förderung der Einigungsbemühungen? My ass.

Dass die Bild höchstens als Grillanzünder taugt, darüber müssen wir nicht diskutieren. In den Grundsätze und Leitlinien des Axel Springer-Konzerns steht allerdings als erster Grundsatz:

  1. Das unbedingte Eintreten für den freiheitlichen Rechtsstaat Deutschland als Mitglied der westlichen Staatengemeinschaft und die Förderung der Einigungsbemühungen der Völker Europas.

Kann mir mal jemand erklären, wie die "Förderung der Einigungsbemühungen" mit Hetze und "Wir-gegen-die" zusammenpasst? Beispielsweise hier (Die Links führen zwar zur Bild, sind aber ver-donotlink-t.):

Ich frage mich manchmal, was für Menschen bei der Bild arbeiten. Es ist bestimmt gesundheitsschädlich, die Bild als Grillanzünder zu verwenden.

200 Fotos. 1 Blitz.

Vor ein paar Tagen hatte ich mir einen Fernauslöser für meine Kamera gekauft, Zum einen ist mein Stativ nicht das stabilste. Zum anderen hat mich das Piepen des Zeitauslösers genervt, wenn ich Fotos mit einer etwas längeren Belichtungsdauer machen wollte.

Gestern Abend gewitterte es bei uns. Wir zockten gerade, als am Himmer Blitze zuckten. Ob ich vielleicht den einen oder anderen Blitz auf ein Foto bekomme, dachte ich. Das ist doch die perfekte Gelegenheit, mal den Zeitauslöser zu testen, dachte ich.

Dabei sind ein paar Fotos herausgekommen. Mir gefällt, wie das Licht der Blitze die Umgebung beleuchtet. Auf manchen sieht es so aus, als würde Licht regnen.

Himmel mit Blitzen Himmel mit Blitzen Himmel mit Blitzen Himmel mit Blitzen Himmel mit Blitzen Himmel mit Blitzen Himmel mit Blitzen Himmel mit Blitzen Himmel mit Blitzen Himmel mit Blitzen

Ich habe ein bisschen mit der Belichtungsdauer und der Blende gespielt, insgesamt habe ich mehr als 200 Bilder gemacht. Und einen Blitz so erwischt, wie ich mir das vorgestellt habe. Wenn ich nicht aufpasse, werde ich noch Fotoblogger. Wobei das andere wesentlich besser können als ich.

Sans Bullenscheisse Sans

Vor ein paar Monaten machte mich irgendjemand auf Sans Bullshit Sans aufmerksam. Ich weiss nicht mehr, ob es irgendjemand auf Twitter oder fefe war. Wie dem auch sei:

Sans Bullshit Sans ist eine Schriftart, die bestimmte Schlüsselwörter abhängig von ihrer Länge durch b.s., bullshit oder bullfuckingshit in feinsten weissem Comic Sans - was auch sonst? - auf schwarzem Grund ersetzt. Im Prinzip werden da ein paar Ligaturen definiert, die dann entsprechend ersetzt werden. Das klang so lustig, dass ich sowas auch wollte. Glücklicherweise haben die Leute, die Sans Bullshit Sans erdacht haben, eine Anleitung veröffentlicht, wie man das selbst machen kann. Vielen Dank dafür! Als Grundlage für Sans Bullshit Sans dient Droid Sans, die Standardschriftart von Android. Der Font steht unter der Apache License, weshalb er als Grundlage dienst.

Ich investierte einen halben Nachmittag im Büro und bastelte rum. Sans Bullenscheisse Sans - was auch sonst - war geboren. Bisher ersetzt Sans Bullenscheisse Sans Nazis, AfD, Kapitalismus und ein paar andere Begriffe durch - wie sollte es auch anders sein - b.s., bullshit, bullfuckingshit ersetzt. Die Schriftart könnt ihr euch ja denken.

Beispiel von Sans Bullenscheisse Sans

Warum ich das jetzt verblogge? Am Donnerstag kam ich - dieses Mal war es wirklich fefe (hoffentlich werde ich jetzt nicht gesteinigt) - auf nordbayern.de. nordbayern.de nutzt Droid Sans, um bestimmte Texte darzustellen. Ich las den Text und irgendwann lächelte mich ein weisses b.s. in Comic Sans auf schwarzem Grund an. Ah, dachte ich mir, das kenne ich doch! Und tatsächlich: Ich hatte Sans Bullenscheisse Sans vergessen. Ich bemühte die Suche auf und sah auf einer anderen Seite, dass da ganz oft AfD ersetzt wurde. Sehr schön.

Da Sans Bullenscheisse Sans wie Sans Bullshit Sans ein Abkömmling von Droid Sans ist (und mein Windows Sans Bullenscheisse Sans als Droid Sans kennt), hat mein Browser so Müll wie AfD, Nazis oder Kapitalismus entsprechend kenntlich gemacht.

Juna fragte mich damals, wie sie den Font in ihrem Blog verwenden kann. Das hatte ich ebenso vergessen wie die Tatsache, dass ich die Schriftart damals installiert hatte. Dafür habe ich da mal was vorbereitet. Da kannst Du dir den Font herunterladen und dann in deine CSS-Dateien einbauen.

Die aktuelle Version ist ein erster Versuch gewesen, einfach Sans Bullshit Sans mit zwei, drei anderen Begriffen. Ich hatte mir für's Wochenende eigentlich vorgenommen, das ein bisschen aufzupeppen, zu verbessern und ein bisschen neu machen. Statt bullshit sollte beispielsweise - wie sollte es auch anders sein - bullenscheisse die hässlichen Wörter überdecken.

Aber dann lief ich am Freitag mit dem wunderbaren #teamschnipsflausch, am Samstag gar nicht mehr und am Sonntag entdecke ich Game Dev Tycoon neu. Und dann war jetzt. Doch zurück zu Sans Bullenscheisse Sans:

Ich habe, muss ich gestehen, vergessen, welche Begriffe bisher ersetzt werden. Jetzt kann ich das entweder doof finden oder als Chance begreifen, neue Begriffe einzupflegen. Und da kommst Du ins Spiel: Welche Begriffe hättest Du gerne ver-bullenscheisse-t? Du darfst mir gerne einen Kommentar hinterlassen.

Ansonsten gibt's wohl in ein paar Tagen die neue Version.

Nachtrag vom 12.08.2015

Ich habe gerade herausgefunden, dass verschiedene Seiten der AfD Rhein-Neckar Droid Sans verwenden. Da fällt mir ein, dass ich ich Sans Bullenscheisse Sans noch überarbeiten wollte...

Mate mit Zitrone

Man koche einen halben Liter Mate-Tee, lasse ihn abkühlen und gebe den Saft einer halben Zitrone dazu. Dann ab in den Kühlschrank und dann kommen noch ganz viele Eiswürfel dazu. Fertig.

Jaja, man soll bei heissen Wetter keine kalten Getränke trinken.

London im Juni 2015

Über das Wochenende war ich in England. Wurde ja auch mal langsam wieder Zeit nach knapp einem halben Jahr.

Unter anderem besuchten wir London. Zwei Mal. Am ersten Tag waren wir in Greenwich Park, sind über den Piccaidlly Circus, den Buckingham Palace, den 2012 zu Elizabeth Tower umbenannten Big Ben und die Millenium Bridge zur St. Paul's Cathedral gelaufen.

Blick vom Hügel im Greenwhich Park über das Queens House nach Canary Wharf Foto der Werbetafel am Piccadilly Circus Foto vom Buckingham Palace Foto von der Uhr von Big Ben, davor Bäume Flagge von England mit dem Schriftzug "CCTV in Operation" Blick auf Big Ben von der anderen Seite der Themse Blick auf die Tower Bridge in der Dämmerung von der Millenium Bridge Foto der Seite der St. Paul's Cathedral

Am zweiten Tag waren wir oben auf The Shard, bevor wir über die Tower Bridge und den Tower auf schnellstem Wege in ein Pub marschierten und uns dem Cider widmeten.

Foto der Tower Bridge, Blick aus The Sharp Blick von oben auf das Gleisdreieck in der Nähe der London Bridge, ebenfalls von The Shard Blick auf London Eye mit Stadt im Vordergrund, ebenfalls von The Shard Blick auf den Tower von The Shard Blick auf The Shard von der Tower Bridge aus Blick auf den Tower von der Tower Bridge aus Foto der Fahrbahn der geöffneten Tower Bridge Blick auf den Tower von vor dem Tower Halbes Selfie mit der Tower Bridge im Hintergrund Foto der Tower Bridge in voller Pracht Blick auf die Decke vom Kings Cross, die violett beleuchtet ist

Gelassenheit

Zu Beginn des Jahres verbrachte ich ein paar Tage in England. Jetzt wieder. Mir gefällt es hier (Servicetipp: Umlaute bekommt ihr auf einer englischen Mac-Tastatur, wenn ihr ALT-U und dann den Buchstaben, den ihr verumlautet haben wollt, tippt.)

Ich hatte die Flüge vor geraumer Zeit gebucht. Vor ein bisschen weniger geraumer Zeit wurde uns dann für den Freitag eine Klausur reingedrückt (Mir fällt gerade auf, dass diese Umlaute in der deutschen Sprache eher hinderlich sind, wenn man schnell auf einer anderen Tastatur tippen möchte. Gewöhnt man sich da dran?).

Das war erstmal eine kleine Überraschung. Als der Dozent sich dann auch nicht umstimmen ließ, weil er am Montag vor der Klausur noch Stoff unterrichten wollte, wurde mir ein bisschen mulmig. Bekomme ich den Flug jetzt überhaupt noch? Oder soll ich mir vorsichtshalber ein Ticket für den am Samstag buchen? Wäre ich mit den ÖPNV gefahren, hätte es genau eine Verbindung gegeben, die rechtzeitig am Flughafen angekommen wäre. Im Endeffekt nahm mich Juna dann mit bis Karlsruhe und ich bekam den Flug und alles war gut.

Am Vorabend dieser letzten Klausur und des Hinfluges hatten wir noch ein offenes Nachtreffen vom #bcrn15 veranstaltet. Der Klosterhof stellte uns da drei Kästen feines Bier hin, das wir natürlich nicht ignorieren konnten. Und so kam ich dazu, für die letzte Klausur (meines Studiums, hoffentlich) nichts zu lernen. Wie sich am besagten Freitag dann herausstellte, war die Klausur sehr fair und machbar und ich hatte ein gutes Gefühl, als ich sie abgab. Alles war gut.

Als ich dann am Freitag gelandet war, musste ich gut eine Stunde an der Grenze ("Protecting the border", dieses Thema ist werde ich auch nochmal verbloggen) stehen, bis ich einreisen durfte. Ich hatte mit einer halben Stunde gerechnet und entsprechend schon einen Zug rausgesucht. Im Endeffekt kam ich 90 Minuten später als geplant in Cambridge an. Alles war gut.

Vielleicht schaffe ich es irgendwann mal, gelassen an Dinge heranzugehen, anstatt mich vorher, meistens habe ich auf diese Dinge eh keinen Einfluss, verrückt zu machen. Denn alles wird gut.

#teamschnipsflausch

Letztes Jahr im Juli hatte ich einen verdammt stressigen Freitag. Am Samstag flog ich in meinen ersten wirklich eigenen Urlaub. Und am Tag vorher? Da hatte ich noch nicht gepackt. Oh, und das #teamschnipsflausch lief da auch zum ersten Mal beim NCT-Lauf, einem jährlichen Spendenlauf für die Krebsforschung.

Das #teamschnipsflausch geht ursprünglich zurück auf Jana, die @Heikeschmidt, die schwanger und an Brustkrebs erkrankt war, symbolisch unterstützen wollte. Sie fragte ein paar Leute vom Spektrum-Verlag, ob sie denn nicht mitlaufen wollten. Und sie wollten. Juna hatte mich recht kurzfristig darauf aufmerksam gemacht und so lief ich mit, über 4 Runden à 2,5km.

Auf dem #bcrn15 bot Jana dann eine Session zum #teamschnipsflausch an mit dem Vorsatz, dieses Jahr wieder am NCT-Lauf teilzunehmen. Gesagt, getan, der Plan stand. Wenig später dank Valentin auch die Website und dank Juna die Social-Media-Front.

Wir laufen wieder. Der diesjährige NCT-Lauf findet am 10. Juli am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen statt. Der Startschuss fällt um 18:00 Uhr. Es gibt wie letztes Jahr einen Rundkurs von 2,5km Länge, den Du so oft laufen kannst, wie Du möchtest. Apropos Du: Wenn Du mitlaufen möchtest - natürlich beim #teamschnipsflausch, wo denn sonst ;-) - dann kannst Du dich hier anmelden. Damit Du auch unserem Team zugeordnet werden kannst, musst Du bei "Team" #teamschnipsflausch eintragen. Mit der Raute! Die Startgebühr beträgt 13,50€. Weitere Infos findest Du auf unserer tollen Website.

Unser ambitioniertes Ziel ist: Das größte Team am Start zu werden und dadurch die meisten Spenden zu sammeln. Hilf uns dabei!

Das Beste zum Schluss: @heikeschmidt läuft dieses Jahr mit \o/ \o/

Reaktion

Am Freitag Abend fand in Heidelberg eine Demo aus der Reihe Freiheit statt Angst statt. Bevor ich losgefahren bin, habe ich ein bisschen in die aktuelle Folge der Anstalt geschaut, die sich dieses Mal dem Thema Überwachung und Geheimdienste widmete. (Das war ein Wink mit dem Zaunpfahl. Wenn Du sie noch nicht gesehen hast, dann hole das in deinem eigenen Interesse unverzüglich nach. Auf der Stelle. Du liest ja immer noch! ICH BEOBACHTE DICH! Womit wir auch beim Thema wären.)

Wer annimmt, dass er überwacht wird oder wer überwacht wird, verändert sein Verhalten (Hast Du die Folge immer noch nicht gesehen?!). Das muss nicht bewusst passieren, aber es passiert. Ich glaube, dass wir darüber gar nicht diskutieren müssen. Wenn es einem bewusst wird, fühlt es sich beschissen an. Ein Bekannter drückte das vor einiger Zeit mal sehr schön aus. Da er nicht weiss, ob das Telefon überwacht wird, spricht er am Telefon lieber nicht über Cannabis. Ob er tatsächlich überwacht wird oder nicht, ist relativ egal: Er passt sein Verhalten an und schränkt dadurch seine Freiheit selbst ein. Hier möchte ich nochmal auf Micha verweisen, der im Februar Bekanntschaft mit dem Chilling Effect gemacht hat.

Ich finde, wenn die Freiheit in Folge von Terroranschlägen, Terrordrohungen, Terroranschlagsdrohungen eingeschränkt wird, haben die Terroristen gewonnen. Terroristen kann hier wohl problemlos durch Nachrichten- und Geheimdienste ersetzt werden. Wenn man sein Verhalten also anpasst, haben die, die die Freiheit einschränken wollen, ihr Ziel erreicht.

Überwachung hat in einem Rechtsstaat nichts verloren.

Was wäre, wenn wir unser Verhalten zwar ändern, aber in genau die andere Richtung? Was wäre, wenn wir uns bewusst entscheiden, uns unsere Freiheit nicht nehmen zu lassen? Am Telefon ganz offen über Cannabis reden? Darüber, was wir von Überwachung halten? Und zwar genau aus dem Grund, dass diese Leitung vielleicht abgehört wird? Nicht aus dem Grund, weil wir nichts zu verbergen haben - wir alle haben etwas zu verbergen und das ist auch gut so. - sondern um zu zeigen, dass wir uns Freiheit nicht kaputt machen lassen?

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Geheimdienste zerstört werden müssen.

Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich

Irland hat vor ein paar Tagen abgestimmt. Per Referendum wurde entschieden, dass das Geschlecht zweier Menschen bei der Ehe keine Rolle mehr spielt. Das finde ich großartig, genau so sollte es sein!

In Artikel 3 unseres Grundgesetzes steht:

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

und

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Warum dürfen zwei Menschen beliebigen Geschlechts in Deutschland nicht einfach heiraten? Was spricht dagegen, wenn zwei Menschen, die sich lieben, einander versprechen, ihr Leben bis zum Ende zu teilen? Was geht es Dritte an, wen ich liebe? Liebe ist doch etwas Wunderbares. Warum hindern Menschen Menschen daran, glücklich zu sein?

Erleidet jemand Schmerzen, wenn zwei Menschen gleich welchen Geschlechts heiraten, weil sie sich lieben? Was interessiert es euch eigentlich? Doch bevor bestehende Nachteile beseitigt werden, wie es ebenfalls in Artikel 3 des Grundesetzes steht, würde die CDU/CSU lieber das Grundgesetz ändern.

Es sind noch lange nicht alle Menschen vor dem Gesetz gleich. Und die CDU/CSU sorgt dafür, dass das wohl noch ein bisschen so bleiben wird. Liebe CDU/CSU: Ihr widert mich an.

Auslöser dieses Blogposts war die Überschrift über einem SPON-Artikel: Gesetzesentwurf: Bundesregierung plant Homo-Ehe light.

Nie wieder VDS

Gestern wurde ich auf nie-wieder-vds.de aufmerksam. Um die drohende Vorratsdatenspeicherung aufzuhalten will man zunächst jeden der 194 SPD-Abgeordneten bitten, dagegen zu stimmen. Bisher (Stand: 22.5., 10:10) wurden 32% - das sind 62,08 Abgeordnete - angeschrieben.

Für den Wahlkreis Heideberg ist in der SPD Lothar Binding zuständig. Also schrieb ich ihm eine Email, die er dann auch beantwortete. Was ich nicht wusste, war, dass er schon vor ein paar Tagen ein Positionspapier zur Speicherpflicht und Höchstspeicherfrist für Verkehrsdaten veröffentlicht hatte, aus dem er zitierte:

Gleichwohl werde ich einem Gesetz, das anlasslose Vorratsdatenspeicherung – auch Mindestdatenspeicherung oder Mindest- bzw. Höchstspeicherfrist – von Kommunikationsdaten erlaubt, nicht zustimmen.

Danke. Wenn dich die Gründe interessieren, sei an das obige Positionspapier verwiesen. Das sind knapp sechs Seiten. Die tl;dr-Fassung lautet, dass Menschenwürde unbeobachtete Kommunikation verlangt, was mit der Vorratsdatenspeicherung nicht vereinbar ist.

Am Ende von Seite fünf schreibt er noch einen interessanten Absatz:

Noch verwunderter bin ich über Aktivisten im Web, die zwar Vorratsdatenspeicherung - und sei sie staatlich noch so gut reguliert - vehement ablehnen, aber keinen Schmerz damit haben, jede Menge persönlicher Daten bzw. Verhaltensprofile in die Hände von privaten aus den USA gesteuerten Konzernen zu geben.

Sollte die Vorratsdatenspeicherung wiederkommen, kann ich mich nicht einfach entscheiden, diesen Dienst "Deutsche Staatsbürgerschaft" nicht weiter zu nutzen. Ja, wir nutzen alle irgendwelchen amerikanischen Dienste. Ja, es ist nicht unbedingt knusper, dass alles mögliche getrackt und analyisiert wird, um Werbung zu platzieren, zu manipulieren oder Dinge an Geheimdienste - Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Geheimdienste zerstört werden müssen.- weiterzugeben. Ich finde, dass das Problem nicht ist, dass wir Dienste nutzen, die auf einem anderen Flecken der Erde angeboten werden. Das Problem ist viel mehr, dass Staaten und Unternehmen ihre Macht missbrauchen.

"Aber du weisst doch, dass die alles weitergeben. Also nimmst du das doch alles wissentlich in Kauf. Also darfst du eigentlich gar nicht rumpoltern!!1!". Warum nicht? Nur, weil ich etwas nutze, heisst es doch nicht, dass ich mit diesem Ding vollständig einverstanden sein muss.

Ein Staat hat ganz andere Möglichkeiten als Facebook, Google, Twitter und Co. Und mit diesen anderen Möglichkeiten sollte ein gewisses Verantwortungsbewusstsein einhergehen. Und dazu gehört auch die Erkenntnis, dass das Vorhaben nie die Mittel heiligen darf. Die VDS ist so ein Mittel, das nicht geheiligt werden darf.