bullshit

vergessen

vor ein paar tagen las ich auf twitter, dass die nominierung laschets sich als durchaus kluger schachzug erweisen könnte, denn: menschen vergessen. ein freund wiederholte dieses argument, denn wenn die leute in deutschland erst mal alle geimpft sind, dann werden sie vergessen, dass es eine pandemie gibt. dann werden sie ihrer grundrecht auf schnitzel und urlaub einfordern und ausleben und gleichzeitig weiter verhindern, dass die impfstoff-patente freigegeben werden. und dann werden sie wieder korrupte politiker*innen wählen und solche, die klausurennoten würfeln. besser bekannt als cdu und csu.

wie ich darauf komme: im nd erschien dieses wochenende ein artikel, wie infektionskrankheiten ihren schrecken verloren: durch vergessen. vielleicht vergesse ich mich zu wenig und zu selten.

hades-soundtrack bei bandcamp

nachdem ich letztens mario durchgespielt hatte, war ich auf der suche nach einem neuen spiel für die switch. nach einem hinweis tigerte ich seit ein paar wochen um „hades“ herum. weil ich eine eher niedrige frustrationstoleranz habe, war ich da aber eher skeptisch. und trotzdem habe ich es mir jetzt mal gekauft.

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10:24

Im Sommer 2017 hatte ich eine eher schwierige Zeit. Und in dieser Zeit ging ich aus Gründen oft zum Tempelhofer Feld. Heute erinnerte mich mein Handy daran, indem es mir ein Bild von einem Sonnenuntergang zeigte.

junge wilde

gestern, vorgestern oder ist ja auch egal las ich auf twitter von einem beitrag bei deutschlandfunk kultur über die jungen wilden: bento, vice, co und ihr nachlass. klingt interessant, dachte ich, höre ich mir mal an. ich hörte ihn mir an.

ein aspekt dieser jungen wilden war, dass die redaktionen viel diverser waren: sie haben menschen ohne kontakte, ohne studium eine chance gegeben. ha, dachte ich mir, das habe ich doch letztens schon mal gehört. über ein eher altes medium.

als vor rund zwei wochen bekannt wurde, dass die nächste zeit beim neuen deutschland eher holprig wird, haben viele leute unter #ndbleibt geschrieben, warum das nd bleiben muss. weil es guten, wichtigen journalismus von links liefert. weil es jungen guten menschen eine chance gibt. auch ohne kontakte, ohne studium.

super mario odyssey

dieses letztes jahr zu weihnachten schickte mir ein lieber mensch super mario odyssey für die switch. lange zeit zierte es meinen couchtisch, weil cyberpunk 2077 wichtiger war. und red dead redemption. und eventuell auch breath of the wild. bis ich es vor ein paar tagen mal ausprobierte. und seitdem sind wir quasi unzertrennlich.

im letzten mario, an das ich mich erinnere — es war vor rund 20 jahren, schwarz-weiss und auf dem gameboy meines bruder; bitte nicht weitersagen — war ich einfach so unendlich schlecht. ich bin alle naslang gestorben, musste von ganz vorne anfangen — weil ich so schlecht war — und es war einfach frustrierend. in der zwischenzeit habe ich wohl einiges verpasst, denn:

super mario odyssey ist ganz anders. das spiel macht spaß und ist freundlich, sieht knuffig und niedlich aus. es bringt mich zum schmunzeln, es motiviert mich, auch wenn ich immer noch alle paar minuten irgendwo runterfliege oder zu oft gegen monster renne. aber meine güte. man kann ja nicht alles haben.

und es gibt eichhörnchen.

17:54

17:54. Ich schaue auf die Uhr. Ob es schon Zeit für Abendessen ist? Früher gab es das ab sechs. Vor einer Stunde habe ich einen Knoppers-Riegel eingeatmet. Einen von den guten, also weder die mit Erdnuss oder Kokos. Es ist kurz vor sechs. Also noch zu früh.

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Privilegal

Ein Privileg (Plural Privilegien, von lateinisch privilegium „Ausnahmegesetz, Vorrecht“) ist ein Vorrecht, das einer einzelnen Person oder einer Personengruppe zugeteilt wird. — Quelle: Wikipedia

Das war's. Damit habe ich wahrscheinlich bis an mein Lebensende Hausverbot im Elfenbeinturm der Akademia. Wie dem auch es: Es geht um Sonderrechte Aufhebung von Beschränkungen Privilegien für Menschen, die ihre Impfung gegen COVID—19 erhalten haben. Das Sturmgeschütz der Bourgeoisie und tante haben sich da vor ein paar Tagen gefetzt — eine Dokumentation kommt Ende März in die Kinos. Also vielleicht.

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12:30 Uhr

Heute morgen schrieb Muckefuck-Mascha im Muckefuck-Newsletter:

seit Sonntag gilt in Berlin eine strengere Maskenpflicht. Ich fühle mich seitdem tatsächlich sicherer. Die kantigen FFP2-Dinger können sich die Typen in den Öffis halt nicht mehr so leicht unter die Nase klemmen.

Es mag nicht mehr so leicht sein, aber meine empirischen Studien belegen: Es geht. Und wenn so eine Nase rausbaumelt, kann man es halt auch weiterhin sein lassen, oder? Aerosole finden eine falsch getragene FFP2-Dinger wohl viel geiler als eine richtig getragene Alltagsmaske. Wenigstens steht das zweite „A“ bei den AHA-Regeln jetzt für „Alltag mit Maske“.

Im Späti umme Ecke liegen jetzt keine Masken von van voan Laack mehr aus, sondern blaue Einwegdinger, die wie medizinische Masken aussehen. Auf der Packung steht allerdings ziemlich deutlich: „Non-Medical Mask“. Passend schrieb Sven auf Mastodon:

Ich habe neulich ein billiges China-Angebot gesehen und da kommentierten Leute auch schon drunter: „Ist doch egal, ob das Fake ist oder nicht, solange sie echt aussehen.“

Stapel

In den letzten Wochen und Monaten sind hier wieder mehr Bücher eingezogen. Das finde ich schön und so habe ich jetzt auch mal einen SuB, einen Stapel ungelesener Bücher. Im Vergleich zu anderen ist er mit einer Höhe von einer Hand voll sicherlich noch überschaubar, aber zum einen ist das kein Wettbewerb, zum anderen bleibt die Höhe nicht konstant.

Wenn ich ein Buch gelesen habe, stelle ich es neben den SuB. Die aktuelle Reihe gelesener Bücher (RgB) ist sicherlich nicht so groß — und hübsch! — wie das log(book) von @rixx, aber sie wächst.

Vielleicht muss ich mir irgendwann mal wieder ein Brett an die Wand dübeln. Das ist sicherlich wohl auch unabhängig vom RgB-Stand eine gute Idee.

Versagen

Ab morgen also nur noch medizinische Masken. Überall in Innenräumen. In Geschäften. Im ÖPNV. Bei Gottesdiensten. In Betrieben mit Publikumsverkehr. Ob Büros dazuzählen? Fabriken? Man darf gespannt sein.

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