bullshit

12:30 Uhr

Heute morgen schrieb Muckefuck-Mascha im Muckefuck-Newsletter:

seit Sonntag gilt in Berlin eine strengere Mas­ken­pflicht. Ich fühle mich seitdem tat­säch­lich sicherer. Die kantigen FFP2-Dinger können sich die Typen in den Öffis halt nicht mehr so leicht unter die Nase klemmen.

Es mag nicht mehr so leicht sein, aber meine em­pi­ri­schen Studien belegen: Es geht. Und wenn so eine Nase raus­bau­melt, kann man es halt auch weiterhin sein lassen, oder? Aerosole finden eine falsch getragene FFP2-Dinger wohl viel geiler als eine richtig getragene All­tags­mas­ke. Wenigstens steht das zweite „A“ bei den AHA-Regeln jetzt für „Alltag mit Maske“.

Im Späti umme Ecke liegen jetzt keine Masken weiterlesen

Stapel

In den letzten Wochen und Monaten sind hier wieder mehr Bücher eingezogen. Das finde ich schön und so habe ich jetzt auch mal einen SuB, einen Stapel un­ge­le­se­ner Bücher. Im Vergleich zu anderen ist er mit einer Höhe von einer Hand voll sicherlich noch über­schau­bar, aber zum einen ist das kein Wettbewerb, zum anderen bleibt die Höhe nicht konstant.

Wenn ich ein Buch gelesen habe, stelle ich es neben den SuB. Die aktuelle Reihe gelesener Bücher (RgB) ist sicherlich nicht so groß — und hübsch! — wie das log(book) von @rixx, aber sie wächst.

Vielleicht muss ich mir irgendwann mal wieder ein weiterlesen

Versagen

Ab morgen also nur noch me­di­zi­ni­sche Masken. Überall in In­nen­räu­men. In Geschäften. Im ÖPNV. Bei Got­tes­diens­ten. In Betrieben mit Pu­bli­kums­ver­kehr. Ob Büros dazuzählen? Fabriken? Man darf gespannt sein.

Im Gegensatz zur Mund-Nase-Bedeckung, mit der wir alle die meisten von uns bald ein Jahr lang rumrennen, schützt andere. FFP2-Masken die Trä­ger*in­nen selbst. Also wenn man sie sich denn leisten kann. Mehrere Bun­des­län­der greifen jenen unter die Arme, die es nicht können und ver­schi­cken Masken. Also ein paar. Einmalig. Wie­der­ver­wen­den kann man sie wohl nicht endlos.

Es kommt mir vor, dass Bun­des­re­gie­rung und -länder dadurch endgültig ihr Versagen in der Corona-Krise ein­ge­ste­hen, frei nach: weiterlesen

Mehr Mate!

Der Mensch hinter der Kasse vom Späti wird mitt­ler­wei­le schlag­ar­tig freundlich. Ich glaube, man erkennt mich trotz Maske schon, weil ich da fast täglich rein­schneie und mal eine Mate, mal eine Cola, mal eine Ap­fel­schor­le kaufe. Wenn ich mir das Zeug nämlich käs­ten­wei­se in die Wohnung stelle, trinke ich es halt auch käs­ten­wei­se. Und das finde ich nicht gut.

Beim nd gibt es eine Serie zu Menschen in Berufen, die die Wirt­schafts­kri­se in Folge der Pandemie besonders trifft. Ak­tu­ells­tes Beispiel: Spätis, denen geht es gerade nicht so gut. Und das liegt wohl noch nicht mal am nächt­li­chen Ver­kaufs­ver­bot von Alkohol, sondern weiterlesen

Wie lange noch?

Seit ein paar Wochen laufe ich wieder relativ re­gel­mäs­sig und meine Lauf­stre­cken zeichne ich mit der Apple Watch auf. Vor ein paar Monaten habe ich mir aus Pan­de­mie­sport-Gründen ein neues Paar Laufschuhe gekauft, so richtig mit Beratung. Der Verkäufer meinte damals, dass ich sie nach rund 400—600 Kilometern ersetzen müsste, weil dann die Dämpfung nachlässt.

Aber woher weiß ich, wann ich diese Distanz zu­sam­men­ge­lau­fen habe?

Also habe ich das getan, was ich am wenigsten schlecht kann: Ich habe mir eine kleine, einfache App gebaut, die mir diese Frage be­ant­wor­tet.

Sie greift auf die Fit­ness­da­ten zu, die meine Watch eh in Apple Health ge­spei­chert weiterlesen

Bittere Brötchen

Heute las ich in „Schulden — die ersten 5000 Jahre“ einen schönen Satz:

Wir klammern uns an das Vorhandene, weil wir uns keine Al­ter­na­ti­ve [zum Ka­pi­ta­lis­mus] mehr vorstellen können, die nicht noch schlimmer ist.

Eigentlich ist es ganz einfach: Ich will in einer Welt mit einem Wirt­schafts­sys­tem leben, das allen Menschen dient. Das Besitz und Wohlstand auf alle aufteilt. In dem Menschen teilen. In dem Wohnraum, Essen, Netze allen gehören und frei genutzt werden können. In dem Menschen keine anderen Menschen hungern, frieren, Angst haben lassen. Ohne Ka­pi­ta­lis­mus, auch ohne grünen. Ohne Faschismus. Oder ohne Fa­schis­t*in­nen, das geht auch. Ohne Rassismus. Ohne weiterlesen

27 Prozent

Vor einigen Tagen schrieben Ge­schäfts­füh­rer und ein Mitglied der Chef­re­dak­ti­on in eigener Sache beim nd, die Co­ro­na­kri­se habe die Zeitung vor Her­aus­for­de­run­gen gestellt, die man nur mit der Le­ser*in­nen­schaft meistern könne. Und:

Um in einem schwie­ri­gen Umfeld das »nd« weiter zu­ver­läs­sig her­zu­stel­len zu können und seine Zukunft zu sichern, müssen wir einen Teil der Abo-Preise etwas erhöhen.

Also mit dem Geld der Le­ser*in­nen­schaft. Mit einem Teil meinten sie eher einen großen und mit etwas eher etwas viel. Als ich das „Kombi: Wochenend- und Digital-Abo“ vor rund einem Monat ab­ge­schlos­sen habe, kostete es 33 Euro, jetzt liegt es nach einem Aufschlag von 27 weiterlesen

Niemand zwingt euch

Gestern las ich einen Artikel im Guardian. Dr. Daisy Fancourt forscht am University College London zu den sozialen Aus­wir­kun­gen von COVID—19. Eine Erkenntnis (und der Titel des Artikels): People started breaking Covid rules when they saw those with privilege ignore them, auf Deutsch: Die Menschen haben angefangen, die Corona-Regeln zu brechen, als sie gesehen haben, dass Pri­vi­le­gier­te sie ignorieren.

Was eigentlich zu tun ist, wissen wir alle:

Everyone needs to play their part, regardless of status or privilege. Any exemptions or mo­di­fi­ca­ti­ons of rules can affect the compliance of others and sends a message that the rules are mere guidelines and personal weiterlesen

Spotibye

Auf Twitter habe ich gerade bei Torsten gelesen, dass Torsten im September alle möglichen Musik- und Vi­deo­st­rea­m­ing-Dienste gekündigt hat. Vor ein paar Monaten habe ich das ebenfalls getan, aus un­ter­schied­li­chen Gründen.

Natürlich will ich nicht ohne Musik leben. Während des Tages läuft hier mitt­ler­wei­le ziemlich viel Deutsch­land­funk Nova als Hin­ter­grund­be­schal­lung — Netflix habe ich übrigens auch gekündigt und kom­pen­sie­re auch hier aus­ge­zeich­net mit den Me­dia­the­ken der Öffentlich-Recht­li­chen.

Aber ich will nicht nur immer Radio hören. Zu diesem Zweck habe ich mir vor ein paar Tagen testweise ein Funkwhale-Instanz geklickt, in der ich die Musik hoch­ge­la­den habe, die ich bei Bandcamp gekauft habe. weiterlesen

Access to Tools (in Graphic Design)

Eigentlich wollte ich gerade laufen gehen, aber dann stöberte ich in den Talks vom #rc3 — nur mal fix gucken, ob da irgendwas In­ter­es­san­tes dabei ist — und jetzt schaue ich voller Fas­zi­na­ti­on einen Beitrag zu Werkzeugen für Typografie, Gra­fik­de­sign und Be­wusst­seins­wan­del. Und danach gehe ich laufen.

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