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Rote Brause

Gut zwei Monate ist es her, dass ich mir die App vom neuen deutsch­land näher angeschaut hatte. Gerade war ich spazieren und habe entdeckt, dass es den Rote Brause-Podcast gibt:

Endlich Wochenende! Aber, warte! Was war letzte Woche noch mal wichtig in Berlin? Plop und Zisch! Aufgemacht! Die „Rote Brause“ liefert dir alle wichtigen News aus der Haupt­stadt­re­gi­on in nur 15 Minuten. Rote Brause, deine Wochen-Meldungen aus linker Per­spek­ti­ve zum Hören. Jeden Freitag Nachmittag im ndPodcast. Von und mit Marie Hecht. Prost!

Nicht nur das Konzept „Eine Folge ist ein Getränk lang“ überzeugt mich — aus Gründen. Auch inhaltlich finde ich ihn weiterlesen

Interview zu Cum-Ex

Gerhard Schick, bis 2018 mal MdB, hat dem Freitag ein le­sens­wer­tes Interview zu Cum-Ex und vor allem zur Nicht-Auf­ar­bei­tung gegeben. Er sagt unter anderem:

Ich finde, bei Kri­mi­na­li­tät darf das politische Ver­ständ­nis auch mal aufhören.

Ja. Wäre irgendwie schön, gell? Und Cum-Ex ist da ja nur ein Beispiel. Mal was Anderes: Hat mal jemand von euch an die ganzen Ar­beits­plät­ze in der Fi­nanz­bran­che gedacht? Oder die in der deutschen Au­to­mo­bil­in­dus­trie, die Kund*innen gegenüber ja auch nicht immer ganz so ehrlich ist?

Danke Antifa

Ein Ge­schäfts­füh­rer einer Toch­ter­fir­ma der MVV hat kein Problem damit, wenn ein Nazi neben ihm Nazi-Dinge tut: Die Rhein-Neckar-Zeitung hat eine ent­spre­chen­de Recherche einer Antifa-Re­cher­che­grup­pe auf­ge­grif­fen und am Sonntag mal bei der MVV nach­ge­fragt. Auf jeden Fall hatte Markus Prien — bei der RNZ heisst er nach einem Update jetzt Markus P., bei Indymedia (s.o.) immer noch Markus Prien und auch auf der Website der MVV ebenfalls (Link zu archive.org) — deshalb wohl einen eher schlechten Start in die Woche: Er wurde frei­ge­stellt. Gute Reaktion der MVV.

Und natürlich einmal mehr: Danke Antifa <3

Nachtrag: Es gibt gute Neu­ig­kei­ten: Gestern die Frei­stel­lung, weiterlesen

Der geheime Plan um die Konfettibombe im Bundestag

Beim Nol­len­dorf­blog von Johannes Kram erzählt Ulle Schauws un­ter­halt­sam davon, wie es dazu kam, dass es am 30. Juni 2017 Konfetti auf Volker Beck regnete. Schöne Geschichte.

Re: Die Lebensmittelretter*innen

Ende März habe ich zum ersten Mal bei der Berliner Tafel geholfen. Die erste COVID—19-Welle schwappte gerade hoch — Ende März fühlt sich nach einer Ewigkeit an. Ich hatte ein paar Tage vorher beim RBB gelesen, dass bei den Tafeln in Berlin haupt­säch­lich ältere Eh­ren­amt­li­che helfen. Und weil die alle zur Ri­si­ko­grup­pe gehörten, fehlten auf einmal helfende Hände. Ich schrieb eine Email, nahm mir spontan einen halben Tag Urlaub und packte einen Montag lang Le­bens­mit­tel­tü­ten, die dann per Sprinter und Lastenrad an die Kund*innen aus­ge­lie­fert wurden.

Dann fand ich heraus, dass man samstags beim Sortieren der Le­bens­mit­tel helfen kann und seitdem weiterlesen

Beugehaft wegen TKÜ

Gerade habe ich bei Heise gelesen, dass die Staats­an­walt­schaft Hannover wegen einer un­recht­mäs­si­gen Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­über­wa­chung un­recht­mäs­sig den Chef des Email-Anbieters Tutanota in Beugehaft nehmen wollte. Die so­ge­nann­ten Freun­d*in­nen und Hel­fer*in­nen klingelten dann — un­recht­mäs­sig — bei dem Menschen.

Mich be­ein­druckt, dass die Staats­an­walt­schaft das wohl auf Biegen und Brechen durch­set­zen wollte, dass das Land­ge­richt das dann wieder kassierte, aber vor allem, dass die Firma sich so vehement dagegen wehrte, wahr­schein­lich nicht nur aus purem Eigennutz. Es ist nicht alles schlecht.

Barcamp Rhein-Neckar 2020

Letztens hatte ich einen richtigen „No shit, Sherlock“-Gedanken. Er lautete: „Bei Remote-Kon­fe­ren­zen ist es egal, wo ich mich befinde. Wie gut!“ No shit, Sherlock!

Am 19.09. und 20.09.2020 steht das mit dem Barcamp Rhein-Neckar nach UIKonf und Li­te­ra­tur­camp die nächste Remote-Ver­an­stal­tung auf dem Programm. Ir­gend­je­mand hat der RNZ ein­ge­flüs­tert, dass das Barcamp-Format auch als „Wohl­fühl­kon­fe­ren­z“ bekannt ist. Aber zumindest für das #BCRN20 traf es bisher immer zu: Klein, fein, ruhig, entspannt, gemütlich.

Tickets gibt's ab 0 Euro, wer mehr bezahlen kann oder möchte, kann sich auch ein T-Shirt klicken. Weil das Dezernat 16 dieses Jahr als Ver­an­stal­tungs­ort corona-bedingt eher aus­schei­det, läuft das weiterlesen

24 Stunden Zeitungsalltag

Ende des Jahres sind es fünf Jahre, seit ich von Heidelberg nach Berlin gezogen bin. Und trotzdem fahre ich re­gel­mäs­sig dahin zurück, zu Freun­d*in­nen, Familie, Barcamps. Die restliche Zeit lese ich den RSS-Feed der Rhein-Neckar-Zeitung und schaue ge­le­gent­lich Beiträge vom Rhein-Neckar-Fernsehen. So wirklich loslassen kann — und will — ich nicht.

Die RNZ feierte gestern ihren fünf­und­sieb­zigs­ten Geburtstag — alles Gute nach­träg­lich. Dazu gab es eine Reihe von Artikeln und auch ein kurzes Youtube-Video, wie so eine Zeitung eigentlich entsteht und was in vier­und­zwan­zig Stunden alles so passiert. Inklusive Redaktion, Facebook-Beiträgen, Corona-Konferenz mit einem Whiteboard als Tablet-Halterung, Druck­ma­schi­nen und Zei­tungs­zu­stel­ler*in­nen. Ob weiterlesen

Unvorstellbar

Die Ladebuchse von meinem Handy ist kaputt. Also so halb: Laden klappt noch, aber Daten übertragen nicht mehr. Und weil ich ein guter, grüner Kapitalist und auch sonst vollkommen wi­der­spruchs­frei bin, habe ich das Handy vorhin in den Han­dy­re­pa­ra­tur­la­den um die Ecke gebracht. Dass ich selbst zu faul, zu ungeduldig und zu in­kom­pe­tent bin, die Buchse selbst zu tauschen, ist natürlich ein weiterer Grund.

Die Reparatur dauert rund vier Stunden — drei sind schon um — und so habe ich mich im Prenzlauer Berg in ein Café gesetzt, atme Autoabgase ein, lese, trinke Tee, blogge, gehe spazieren. Es lohnt sich ja weiterlesen

neues deutschland, alte app

Vor einigen Tagen war es mal wieder soweit: Ich lachte mir ein neues Zei­tungs­pro­be­abo an, dieses Mal war es vom neuen deutsch­land. Manchmal mag ich Papier doch noch ganz gerne, da tauchen so selten Push-No­ti­fi­ca­ti­ons und andere Ab­len­kun­gen auf und man kann es so gut falten. Aber sonst weiß ich durchaus auch die Vorzüge eines Tablets — mit einer ent­spre­chen­den App — zu schätzen. Was für ein Zufall, dass das nd mit dem Kombi-Mini-Abo ein ent­spre­chen­des Probeabo im Angebot hat, da konnte ich dann doch nicht mehr wi­der­ste­hen.

Ich holte mir die App, meldete mich mit meinem Be­nut­zer­kon­to an und lud weiterlesen

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