bullshit

Diese junge Leute

Die Deutsche Bank hat in einem Paper Ideen gesammelt, um die Wirtschaft und Ge­sell­schaft nach der COVID—19-Pandemie wieder aufzubauen.

Ein gewisser Luke Templeman hat sich mit seinem Vorschlag einer Homeoffice-Steuer nicht unbedingt beliebt gemacht — auch bei mir nicht. Sein Argument: Weil Menschen, die von zuhause aus arbeiten, nicht ins Büro pendeln und in der Mit­tags­pau­se mit Kol­le­g*in­nen essen gehen und so die Wirtschaft ankurbeln, sollten sie für jeden Tag im Homeoffice eine Steuer zahlen.

Doch diese schlechte ist nur eine Idee, nur ein Teil dieses Papiers. In einem anderen rufen besagter Luke Templeman und Jim Reid dazu auf, diesen jungen weiterlesen

Treppengeld

Ich möchte keine Getränke mehr bei Durst­ex­press, Fla­schen­post und Co. bestellen. Als Al­ter­na­ti­ve habe ich einen kleinen Berliner Ge­trän­ke­lie­fer­dienst gefunden. Und da lerne ich gleich mal neue Wörter kennen. Trep­pen­geld, zum Beispiel. Oder Min­der­men­gen­zu­schlag.

Auf den ersten Blick ist das natürlich alles kom­pli­zier­ter, alles teurer, auf den zweiten frage ich mich: Was läuft bei Durst­ex­press und Co. falsch, dass sie so billig sind?! So viel Ausbeutung und Druck? Oder geht das einfach über eine un­glaub­lich große Menge bei sehr geringer Marge? Verdienen die überhaupt Geld? So viele Fragen!

Die Kiste Mate kostet bei dem kleinen Lie­fer­dienst übrigens ein paar Euro weniger. Durch weiterlesen

Mate

„Was treibt dich eigentlich an?“

„Mate.“

Jesöff

Vor ein paar Monaten machte ich einen meiner Spa­zier­gän­ge durch diesen und be­nach­bar­te Kieze, das hat sich im letzten halben Jahr so ein­ge­bür­gert. Dabei fielen mir Plakate auf, die an diesen großen, grauen Kästen hingen, die in den Straßen stehen und Internet enthalten. Oder Wer­be­pro­spek­te, also analoges Internet.

Die Plakate warben für ein Crowd­fun­ding für das erste soziale Berliner Billig-Bier, für eine neue, bessere, sozialere Al­ter­na­ti­ve zum bekannten Sterni: dem Jesöff. Coole Sache, dachte ich, und beteiligte mich mit ein paar Euro. Dass die Menschen dahinter sich auch Gedanken zur Ei­gen­tü­mer*in­nen­struk­tur gemacht haben, sorgte für nur noch mehr Sym­pa­thie­punk­te.

Ein paar Wochen weiterlesen

Jetzt echt automatisch

Eigentlich gibt es hier überhaupt nichts zu sehen. Dieser Post ist ein kleiner Test, ob die CI funk­tio­niert, mit der ich einfach nur in ein git-Repo pushen muss, woraufhin sich der Blog dann au­to­ma­tisch ak­tua­li­siert. Dadurch verringert sich die Anzahl der not­wen­di­gen Schritte, um einen neuen Blogpost zu ver­öf­fent­li­chen.

Bitte gehen Sie also weiter. Auch, oder gerade dann, wenn es noch nicht so funk­tio­niert, wie es sollte. Wenn man das hier lesen kann, hat endlich alles geklappt und ich bin auf dem Weg zum Abendessen.

Die Yuppies

Bis vor knapp zwei Jahren konnte man sich in der Prenzlauer Allee 96 Lie­fer­wä­gen für Umzüge ausleihen, dann schloss die Filliale des Miet­wa­gen­un­ter­neh­mens mit der Robbe. Mitt­ler­wei­le haben Bagger, Bulldozer und Co. eine Baugruppe zwischen Discounter und Erich-Weinert-Strasse ausgehoben.

Man bringe schöne Ar­chi­tek­tur in den Prenzlauer Berg, steht auf einem Schild am Bauzaun. Aber eigentlich — das steht da natürlich nicht — will man Geld verdienen. Und das nicht zu knapp: Einen „niedrigen, drei­stel­li­gen Mil­lio­nen­be­trag“, rund 100 Millionen Euro will man in­ves­tie­ren, um dort ein Büro- und Wohnhaus hin­zu­bal­lern. Ge­ne­ral­un­ter­neh­mer — und mit 50% am Stamm­ka­pi­tal der PE Prenzlauer Allee 96 weiterlesen

Geldprobleme

Uber und Lyft haben vor einem Gericht in Ka­li­for­ni­en ein Urteil kassiert, wonach die Fah­rer*in­nen als Mit­ar­bei­ter*in­nen gelten — und somit Anspruch auf So­zi­al­leis­tun­gen haben. Gerade in Zweiten einer globalen Pandemie können solche So­zi­al­leis­tun­gen durchaus von Vorteil sein, vermute ich. t3n schreibt dazu:

Die Un­ter­neh­men ar­gu­men­tie­ren, der neue Status würde wegen höherer Kosten, etwa durch So­zi­al­ab­ga­ben, einen deutlichen Preis­an­stieg nach sich ziehen.

Dann ist das eben so. Natürlich ist der ÖPNV nicht ver­gleich­bar mit dem in deutschen Groß­städ­ten, aber das ist ja etwas, was man ändern kann. Ich sehe auf jeden Fall kein Argument, sondern eher den Versuch, Ausbeutung zu recht­fer­ti­gen.

Bei manchen weiterlesen

Selber schuld

Es muss irgendwann im Frühjahr gewesen sein, als hier eines Abends ir­gend­je­mand in der Straße alleine klatschte. Damals sollte man für die Pfle­ge­kräf­te ap­plau­die­ren — auch wegen der COVID—19-Pandemie. Diese Menschen sorgen dafür, dass es trotz Pandemie läuft und wir wollen sie mit ein bisschen Lärm und kurz­zei­ti­ger, kos­ten­lo­ser An­er­ken­nung abspeisen? Wie erbärmlich.

Ich habe vollstes Ver­ständ­nis, wenn die An­ge­stell­ten des Öf­fent­li­chen Dienstes die Schnauze voll haben und ihr gutes Recht nutzen, während der Ta­rif­ver­hand­lun­gen ihre Arbeit nie­der­zu­le­gen. Gerade las ich in einem Newsletter von ver.di:

Wir haben als ver.di schon im Juni den Ar­beit­ge­bern den Vorschlag gemacht, gegen eine Ein­mal­zah­lung diese weiterlesen

Paywall bei ZEIT ONLINE

Vor ein paar Tagen las ich einen Artikel über einen Hamburger Bäcker. Zu dem Zeitpunkt war er noch frei verfügbar, aber wenig später war er nur noch zahlenden Abon­nen­t*in­nen zugänglich.

Dieses Muster — erst für alle, wenig später nur noch für zahlende Kund*innen — ist mir bei ZEIT ONLINE schon ein paar Mal auf­ge­fal­len, so auch bei einem Artikel darüber, wie Urban Sports Club Yoga-Studios behandelt: Nicht wirklich gut. Aus Interesse fragte ich per Mail, was es damit auf sich hat. Die Antwort vom Kun­den­ser­vice:

Wir behalten uns vor, aus­ge­wähl­te Artikel zeitweise auch für die Leser zur Verfügung zu stellen, die noch weiterlesen

Rote Brause

Gut zwei Monate ist es her, dass ich mir die App vom neuen deutsch­land näher angeschaut hatte. Gerade war ich spazieren und habe entdeckt, dass es den Rote Brause-Podcast gibt:

Endlich Wochenende! Aber, warte! Was war letzte Woche noch mal wichtig in Berlin? Plop und Zisch! Aufgemacht! Die „Rote Brause“ liefert dir alle wichtigen News aus der Haupt­stadt­re­gi­on in nur 15 Minuten. Rote Brause, deine Wochen-Meldungen aus linker Per­spek­ti­ve zum Hören. Jeden Freitag Nachmittag im ndPodcast. Von und mit Marie Hecht. Prost!

Nicht nur das Konzept „Eine Folge ist ein Getränk lang“ überzeugt mich — aus Gründen. Auch inhaltlich finde ich ihn weiterlesen

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