bullshit

Foto-FOMO-Globuli

Im November 2018 führte eine Schü­ler­zei­tung ein Interview mit einem alten weißen Mann. Und im Moment ein Buch eben jenes alten weißen Mannes, der unter akuter Ka­ta­stro­phen-FOMO leidet. Sie treibt ihn an. Es ist so ein Buch, das wohl nur von alten weißen Männern ge­schrie­ben — und gelesen — werden kann. Sehr ruhig, ziemlich dis­tan­ziert be­schrei­ben, während man einfach einen Job erledigt und ein schlechtes Gewissen hat, dass man die Welt nicht retten kann. Also auch ein bisschen emotional.

Dann kam ich irgendwie in die Bil­der­ga­le­rie meines Smart­pho­nes — mich starren 8147 Fotos an. Das war heute morgen, mitt­ler­wei­le dürften es weiterlesen.

Rudeltiere

Leere Mate-Flaschen sind Rudeltiere — zumindest bei mir im Büro. Gerade war ich auf dem Weg in ein feines Mit­tags­tief. Ha, dachte ich, kaufste dir ne Mate. Und weil ich schon mal dabei war, nahm ich mein Rudel leere Ma­te­fla­schen mit und machte mich auf den Weg zum Supermarkt um die Ecke.

Während ich da so hinlaufe, fällt mir auf, dass ich mein Porte­mon­naie vergessen habe. Shit, dachte ich, was machste, wenn das Pfandgeld vom Mate-Rudel nicht für das Grün­dungs­mit­glied eines neuen Rudels reicht?! Glück­li­cher­wei­se lief ich als mit dem Handy in der Hand durch die Gegend. Und glück­li­cher­wei­se habe ich weiterlesen.

Ich will die Pampa bezwingen!

Am Wochenende fahre ich in die Pampa. Irgendwo ins tiefste Meck­lem­burg-Vorpommern, wo sich die Mitglieder von Nordkreuz „Gute Nacht!" und „Heil Hitler!" wünschen. Irgendwo da, wo die, die können, wegziehen und die, die bleiben, aussterben. Irgendwo da, wo es noch nicht mal Mo­bil­funk­emp­fang gibt. Irgendwo da, wo man auf ein Auto angewiesen ist.

Als in­fra­struk­tur­ver­wöhn­ter Bewohner mehrerer Großstädte will ich aber nicht auf ein Auto angewiesen sein. Die stinken meistens und nehmen die meiste Zeit nur Platz weg. Ich will mir keinen Mietwagen oder Taxi nehmen müssen oder mich von netten Menschen von Hin­ter­tup­f­in­gen nach Hin­ter­hin­ter­tup­f­in­gen fahren zu lassen. Ich weiterlesen.

langweilemichnochlänger.net

Ich weiß nicht, wann ich lang­wei­le­dich.net zum ersten Mal entdeckt habe — wahr­schein­lich bin ich so 2010 rum auf der Bil­der­pa­ra­de hängen geblieben und habe den Blog seitdem im Feedreader abonniert. Shit, was habe ich eigentlich die letzten 9 Jahre meines Lebens gemacht?!

lang­wei­le­dich.net ist ein Blog von Maik gegen Langeweile — der Name ist also Programm. 2014 hat Maik sich dazu ent­schie­den, den Blog zum Beruf zu machen. Und irgendwann in der letzten Zeit begannen eher stürmische Zeiten für Blog­ger*in­nen, die davon ihre Miete zahlen müssen. Wie eben zum Beispiel Maik. Und weil der lieber haupt­be­ruf­lich bloggen würde, als sich weiterlesen.

Wenn ich schon mal dabei bin

Ich liebäugle seit einiger Zeit mit neuen Kopfhörern, nachdem sich meine aktuellen nach mehr als drei Jahren so langsam auflösen. So richtig cool mit Noise Cancelling und mit ohne Kabel und so. Gestern Abend war ich endlich mal in einer Filliale einer großen Ein­zel­han­dels­ket­te für Elektronik. Ich schaute mir ein paar Modelle an, probierte sie aus und war bisweilen echt be­ein­druckt von der Stille.

Ein paar von denen gibt es mit Sprach­un­ter­stüt­zung von und für Google und Amazon. Das möchte ich nicht — also ging ich zu einem Mit­ar­bei­ter und fragte ihn, was es damit auf sich hatte und ob ich weiterlesen.

Jetzt auch von unterwegs

Vor einiger Zeit posaunte ich auf Mastodon herum, dass ich neuerdings so viel mit meinem iPad machen würde. So viel, dass ich davon echt be­ein­druckt war. Ich wollte darüber bloggen, schrieb ich. Dann passierte relativ lange nichts.

Und heute habe ich mich endlich mal hingesetzt, einen Texteditor her­un­ter­ge­la­den, einen git-Client in­stal­liert und dafür gesorgt, dass ich auf entfernte Server zugreifen kann. Mit anderen Worten: Ich habe ein paar Apps in­stal­liert, damit ich jetzt endlich auch von unterwegs aus bloggen kann.

Das ist kein voll­wer­ti­ger Ersatz für Wordpress, Ghost und Co, aber er ermöglicht es mir, mein bisheriges, schlankes und doch irgendwie lieb­ge­won­ne­nes weiterlesen.

Klatschen und Prosten

Ich war letzten Samstag spontan auf dem Samstag vom 44. Bar­den­tref­fen in Nürnberg. Das ist ein jährliches, kos­ten­lo­ses Festival, das in der Nürnberger Altstdt statt­fin­det. Zum einen gibt es ein festes Programm auf mehreren Bühnen, zum anderen ist quasi die gesamte Innenstadt voll von Stras­sen­mu­si­kan­t*in­nen, die einfach Musik machen. Das macht jedes Bar­den­tref­fen zu etwas ganz Besonderem, etwas Ein­zig­ar­ti­gem. Ich war das letzte Mal vor rund 12, 13 Jahren dort. Außerdem habe ich ein paar Jahre meiner Jugend in der Nähe von Nürnberg verbracht und so habe ich die Chance genutzt, einfach mal wieder in diese Stadt zu fahren. Es weiterlesen.

Podcast Analytics 2019.1

Da arbeite ich ewig — oder drei Tage — an einem Projekt und finde hier noch etwas, das ich besser machen kann, oder dort drüben. Aber irgendwann muss ich gut auch einfach mal gut sein lassen. Und dann kommt eigentlich der be­frie­di­gends­te Teil des Ganzen: Hier ist es jetzt ein Blogpost, im Büro eine Mail an alle. Ein schrift­li­ches „Hey, seht mal alle her, was ich erreicht habe! Schaut euch das Ergebnis an! Gebt mir Feedback und findet es gefälligst mindestens genauso gut wie ich!!!!”. Ein Blogpost — oder eben eine Mail — dass etwas fertig geworden ist.

Gerade weil ich weiterlesen.

Einfach aufgehört

Als ich vor einem Monat gelernt habe, woher das Popcorn im Kino kommt, war mir noch nicht klar, dass ich einen Monat später keinen Bock mehr auf Kino — und Popcorn — haben würde. Damals schrieb ich:

(Eigentlich wollte ich so Kram mal auf den Blog statt auf Twitter posten.) (Quelle)

Auch wenn ich eventuell etwas vor­be­las­tet bin, mag ich Podcasts. Heute habe ich den „Alles gesagt?“-Podcast der ZEIT in meinem Feedreader entdeckt. Um kurz das Konzept zu zitieren:

Wir befragen au­ßer­ge­wöhn­li­che Menschen – so lange, bis sie selbst erklären, dass jetzt "alles gesagt" sei. Ein Gespräch kann also zwölf Minuten oder drei weiterlesen.

Mehr als 2FA

tl;dr

Facebook ist scheiße, nutzt 2FA, aber nehmt 1 App dafür.

Lang­fas­sung

Vor Jahren war ich mal auf einer Cryp­to­par­ty in Heidelberg. Ich glaube, es war das erste Mal, dass ich Cheatha in Fleisch und Blut traf. Cheatha erzählte uns damals etwas über die Zwei-Faktor-Au­then­ti­sie­rung (2FA). Sinngemäß sagte er, dass man dafür für gewöhnlich eine Te­le­fon­num­mer angeben müsse, um den Token per SMS zu­ge­schickt zu bekommen.

Dass 2FA auch über Hardware-Token oder Apps wie den Google Au­then­ti­ca­tor, OTP Auth oder FreeOTP funk­tio­niert, das war entweder nicht Teil des Vortrags oder ich erinnere mich einfach nicht mehr daran. Vielleicht auch beides.

Mein jüngeres Ich war damals weiterlesen.

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